8. Mai 2026 Gedenken zum Tag der Befreiung am Ehrenfriedhof Maschsee Nordufer

Am 8. Mai 2026 gedachten die IG Metall Hannover, die Landeshauptstadt Hannover und der Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge der Opfer des nationalsozialistischen Terrorregimes und sprachen auch über heutige Gedenkpolitik.

Tag der Befreiung


Der 8. Mai ist der Tag der Befreiung. Vor 81 Jahren beendeten die alliierten Streitkräfte die Terrorherrschaft der Nationalsozialisten nach sechs Jahren Krieg mit über 60 Millionen Toten. Die Nationalsozialisten verübten einen Massenmord an den europäischen Jüdinnen und Juden, an Sinti und Roma, Homosexuellen und politisch anders Denkenden, darunter aktive Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter. Das Denkmal auf dem Ehrenfriedhof trägt dazu bei, dass die Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus, an den Zweiten Weltkrieg und die damit verbundene Zwangsarbeit nicht verblasst, ausgeblendet oder sogar umgedeutet wird. Nach einer Begrüßung durch Belit Onay, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Hannover, gab es musikalische Begleitung vom Bläserensemble des Gymnasiums Goetheschule unter Leitung von Martin Hurek.

Das Gedenken fand dieses Jahr in einem neuen Format als Podiumsgespräch über Gedenkpolitik zwischen Belit Onay, Susanne Heyn, Zweite Bevollmächtigte der IG Metall Hannover, und Ottmar von Holtz, Vorsitzender Bezirksverband Hannover des Volksbunds Deutsches Kriegsgräberfürsorge e.V., statt. Vor den Teilnehmenden sprachen sie über die Rolle von Gedenkorten im öffentlichen Raum, über ihre eigene Arbeit in der Erinnerungs- und Gedenkpolitik sowie über zukünftige Gedenkarbeit. 

Im Rahmen des Gesprächs machte Susanne Heyn deutlich: „Die Opfer des Nationalsozialismus müssen Teil unseres kollektiven Gedächtnisses bleiben. Ihr Tod, ihr Leiden, aber auch ihr Widerstand dürfen nicht vergessen werden. Mit der Erinnerung an sie geht gleichzeitig eine Verantwortung für unser heutiges Zusammenleben einher. Gedenken ist immer auch aktive Demokratiearbeit gegen Rechtsextremismus, Ausgrenzung und Geschichtsrevisionismus. Nur in einer Demokratie sind Solidarität, Frieden, Mitbestimmung und die Würde des Menschen möglich. Dies ist Tag für Tag unser gemeinsamer gewerkschaftlicher und gesellschaftlicher Auftrag.“