Internationalen Wochen gegen Rassismus Gleiche Arbeit – Gleiches Recht?

Im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus fand in Kooperation mit dem DGB, ver.di, Arbeit und Leben sowie dem ZeitZentrum Zivilcourage am 26. März eine Diskussionsveranstaltung über der Diskriminierung von migrantisch Beschäftigten statt.

Internationalen Wochen gegen Rassismus: Veranstaltung Gleiche Arbeit – Gleiches Recht?

Ibo Sall (Betriebsrat, ver.di) sowie Paul Idu (Berater für Arbeitsrecht, Arbeit und Leben) diskutierten über die Ausnutzung der prekären Situation von Menschen mit Migrationsvordergrund, um Mitbestimmung und Arbeitsrecht zu umgehen. 
„Ich bin fest davon überzeugt, dass die ethischen Hierarchien unter den Beschäftigten keinen Zufall darstellen. Die Situation wird ausgenutzt, um die Belegschaft zu teilen und spalten.“, so Ibo Sall. Paul Idu fügt hinzu: „In Betrieben herrscht eine ethnische Spaltung unter den Beschäftigten, weshalb es schwer ist ein gemeinsames Klassenverständnis zu entwickeln.“ Insbesondere der Umstand das der Aufenthaltstitel an dem Arbeitsplatz häufig gebunden ist, verschärft die Situation.

Aus diesen Gründen sind sich die Diskussionsteilnehmenden einig, dass für eine erfolgreiche Bewegung der Zusammenhalt der Belegschaft wichtig ist und vor allem die Aufklärung über Union Busting Methoden. „Es bedarf auch an Aufklärungsarbeit und mehr Repräsentation migrantisch Beschäftigter innerhalb der Gewerkschaften.“, fügt Ibo Sall abschließend hinzu.

Ingar Solty ist Referent für Friedens- und Sicherheitspolitik am Institut für Gesellschaftsanalyse der Rosa-Luxemburg-Stiftung, Fellow des Instituts für kritische Theorie e. V. sowie Redakteur der Zeitschrift LuXemburg. Im April erscheint sein neues Buch „Innere Zeitenwende – Die Militarisierung des Alltags, von Wissenschaft und Kultur“, aus dem er zentrale Thesen bereits vorab in Hannover vorstellte.