Schwerpunkt einer Podiumsdiskussion unter Beteiligung der aktiven Metaller*innen aus Hannovers Betrieben war die Frage, wie eine aktive regionale Industrie- und Arbeitsmarktpolitik in der aktuellen Zeit gelingen kann.
Der Druck aufgrund von Transformation, krisengeschüttelter Weltlage und anderer Herausforderungen, wie Schwierigkeiten bei der Fachkräftegewinnung, auf Hannovers Industrie- und Handwerksbetriebe und ihre Beschäftigten ist aktuell enorm. Zwar kann Kommunalpolitik an dieser Stelle nicht alles ändern, die grundsätzliche Haltung gegenüber Industriearbeitsplätzen und der Automobilwirtschaft und konkrete, schnelle Hilfe bei der Umsetzung von Investitionsvorhaben und eine entschiedene Orientierung an Tarifbindung und Mitbestimmung bei der Vergabe von öffentlichen Aufträgen können beispielsweise wichtige Stellschrauben der regionalen Industrie- und Arbeitsmarktpolitik sein.
Belit Onay, Axel von der Ohe, Peter Karst und Maren Kaminski stellten sich den Themenclustern Aktive Industrie- und Handwerkspolitik, E-Mobilität/Infrastruktur/Verkehrspolitik und Stadt der guten Arbeit sowie den zahlreichen Nachfragen der Metallerinnen und Metaller.
Sascha Dudzik, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Hannover, kommentiert die Aussagen der Podiumsdiskussion: „Hannover muss Stadt der guten Arbeit sein. Dazu gehört eine starke Industrie und ein erfolgreiches Handwerk, Tarifbindung aber auch bezahlbarer Wohnraum und ein schlauer Mobilitätsmix für Menschen in Stadt und Region.“
Die IG Metall Hannover engagiert sich insbesondere seit 2024 mit Nachdruck für eine regionale Industrie- und Arbeitsmarktpolitik: Sie veröffentlichte mit Betriebsräten aus Automobilindustrie und Kfz-Handwerk den „Hannover-Appell“ mit konkreten Forderungen, aus dem das Hannover-Signal mit Region und Landeshauptstadt resultierte. Sie engagiert sich konkret für die Integration von jungen Menschen in Ausbildung und begleitet das regionale Transformationsnetzwerk „neu.wagen“.