Berufsschulen im Fokus IG Metall Jugend diskutiert mit Kandidierenden zur Regionspräsidentschaftswahl

Die IG Metall Jugend setzt sich im Rahmen des Ortjugendausschusses seit Jahren für die bestmöglichen Bedingungen an den Berufsschulen ein, da die Auszubildenden ein großes Interesse an der Qualität der Berufsausbildung haben.

OJA mit Kandidierenden zur Regionspräsidentschaftswahl

2. September 2026 2. September 2026


Deshalb hat sich die Jugend bereits mit verschiedenen Stellen, wie beispielsweise dem ehemaligen Regionspräsident Steffen Krach getroffen, um auf die Probleme hinzuweisen.

Auch beim Ortsjugendausschuss am 13. August 2026 stand dieses Thema wieder auf der Tagesordnung im Rahmen einer Diskussion mit den Kandidierenden um die Regionspräsidentschaft. Im Zuge der anstehenden Kommunalwahlen lag der Schwerpunkt insbesondere auf den baulichen Problemen und der dringend notwendigen Sanierungen in der Region Hannover.

Die anwesenden Kandidierende Eva Bender (SPD), Sinja Münzberg (Bündnis 90/Die Grünen), Mizgin Ciftci (Die Linke), Dr. Oliver Junk (CDU) sowie Erik Breves (Volt) stellten sich nach einer kurzen Einführung den Fragen der Auszubildenden.

Die Fragen der Teilnehmenden bezogen sich unter anderem auf mögliche Finanzierungsmodelle, die aktuelle Prioritätenliste für die Sanierung von Berufsschulen sowie die Frage, ob ein solches Verfahren überhaupt sinnvoll ist. Darüber hinaus wurde das Thema Klimaanpassung und der Umgang mit steigenden Temperaturen in den Schulgebäuden angesprochen.

Die Probleme an den Berufsschulen sind vielfältig und die Kandidierenden teilweise bereits bekannt. Berichtet wurde von Löchern in Decken und Wänden, aus denen Kabel herausragen, sowie von provisorischen Lösungen, die seit Jahren bestehen. Ein Beispiel ist eine provisorische Holztreppe vor einem Fenster, die als Notausgang dienen soll. Auch defekte Toilettenanlagen gehören vielerorts zum Alltag. Teilweise sind einzelne Sanitäranlagen seit Jahren außer Betrieb, sodass die Schüler*innen auf umliegende öffentliche Gebäude ausweichen müssen. Das kostet vor allem Zeit. Zudem wurde die allgemeine Sauberkeit der Schulen kritisiert, die bei vielen Betroffenen zu erheblichem Unwohlsein führt.

Neben den baulichen Zuständen wurde auch die Erreichbarkeit vieler Berufsschulen thematisiert. Insbesondere Schulen außerhalb der Innenstadt sind mit dem öffentlichen Nahverkehr oftmals nur schwer zu erreichen. Für viele Auszubildende bedeutet der Schulweg eine Anreise von mehreren Stunden. Verspätungen aufgrund von Zug- oder Busausfällen werden dabei nicht immer akzeptiert. Teilweise wird von den Betroffenen erwartet, ihre Anreise entsprechend früher zu planen, selbst wenn dies bedeutet, bereits in den frühen Morgenstunden aufzubrechen. Dies führt dazu, dass viele Auszubildende auf das Auto ausweichen. Doch auch hier bestehen Probleme: An zahlreichen Berufsschulen gibt es nicht genügend Parkplätze. Viele Schüler*innen sind deshalb gezwungen, auf öffentliche Parkflächen auszuweichen und mögliche Bußgelder in Kauf zu nehmen.

Unsere Forderung ist klar:

Gute Ausbildung braucht gute Berufsschulen. Wer Fachkräfte von morgen ausbilden will, muss heute in Bildung investieren.